Die Schulmedizin und ich

Beitragsbeschreibung

Dr. Ralf Giere

10/10/20262 min read

Auf meiner Blogseite veröffentliche ich in loser Folge Gedanken rund um das Thema Medizin und Therapien oder auch Themen, die aus meiner Sicht im weiteren Sinn dazu passen könnten. Wer mir hier folgen möchte, sei herzlich willkommen. Sollten Rückfragen oder Anregungen bestehen, so werde ich auf eure Mails gern antworten.

Wer auf meine vorherigen Seiten gelesen hat oder auch auf meinem YouTube Kanal meine Videos angesehen hat, wird wissen, dass ich ein großer Kritiker unsere seit Jahrzehenten leider sehr erfolglos praktizierten Schulmedizin bin. Um vorab eines klarzustellen: es gibt auch im Bereich der Schulmedizin äußerst engagierte und sogar auch kompetente Menschen. Meist sind es solche, die als Arzt/Ärztin selbst an der Schulmedizin und dem scheinbar in sich geschlossenem System aus Hersteller (Pharmaindustrie), Verkäufer (Apotheken) und Verschreibern (Ärzte) verzweifeln. Diese Menschen bilden sich umfangreich weiter, suchen Behandlungsmethoden und suchen, oft abseits von Leitlinie, nach Wegen, kranken Menschen wirklich zu helfen. Nach meiner persönlichen Ansicht (beruht auch auf jahrzehntelanger eigener Erfahrung), sind diese nur schwer zu finden, während wir Schulmediziner „an jeder Ecke“ finden. Daher meine persönliche Unterscheidung zwischen Arzt und Schulmediziner. Schulmedizin kann, wieder aus meiner persönlichen Sicht, viel Gutes bewirken im Bereich der Operationen (Verletzungen wie Knochenbrüche, Herzkatether, Grauer Star usw.) Im niedergelassenen Bereich jedoch scheint Heilung weder möglich noch erwünscht. Zumindest scheint der schulmedizinischen Ausbildung oft nur auf symptomatische Unterdrückung und nicht auf dem Finden der Ursache, ursächlicher Behandlung und Heilung ausgerichtet zu sein.

Eine kleine Anekdote dazu

Ich war auf einem Kongress für mitochondriale Medizin (Diagnostik, biochemische Zusammenhänge und Therapien) und es zwischen unter den Rednern und dem Auditorium oft detailliert und angeregt fachlich diskutiert. Nun ja, einige diskutierten zumindest, die Mehrheit schwieg. In einer Kaffeepause sprach mich ein junger Mann an und fragte, woher ich denn dieses viele Wissen hätte (es ging ja oft um Biochemie und daraus abgeleitet, orthomolekulare Vorgehensweisen). Ich meinte, dass ich das alles für notwendig halte, wenn man notleidenden Menschen Therapien anbieten möchte. „Was ich denn für eine Fachrichtung hätte“. Ich stellte mich etwas dumm, obwohl ich in dem Moment natürlich wusste, was er meinte. Also fragte ich, was er denn meinen würde. Ich hätte eine Praxis, in die alle Menschen mit teils höchst unterschiedlichen Problemen kommen könnten. „Na, ob ich Internist, Kardiologe oder etwas vergleichbares wäre“. „Nein“, so meine Antwort, „ich bin Heilpraktiker“. Es war schlagartig Stille in der Schlange zum Kaffeeautomaten. Eine Frau weiter hinten meinte dann „wir wissen schon, dass einige Heilpraktiker ein großes Wissen haben“. Ich drehte mich um und fragte in aller Freundlichkeit: „dann sagen Sie mir doch bitte, warum Schulmediziner so unglaublich wenig wissen“. Der junge Mann hinter mir, ein Schulmediziner, der wohl Arzt werden wollte, antwortete ebenso freundlich: „das kann ich Ihnen sagen: wir lernen in unserer Ausbildung in der ersten drei Semestern alles, was wichtig ist. Ab dem vierten Semester werden wir nur noch darauf trainiert erstens alles zu vergessen und zweitens, welche Pillen wir auf welche Symptome zu geben haben. Das ist im Grunde alles. Deswegen sind wir hier, um etwas zu lernen, womit wir Menschen helfen können“. Ich dankte ihm aufrichtig für seine Offenheit.

Schulmedizin, oft nur die Lehre von Pillen auf Symptome. Engagierte Ärzte wissen und kritisieren dies.