Infektiologie: Wenn Erreger die wahre Ursache sind

Über die Jahre hinweg durfte ich mich darüber freuen, vielen Menschen sehr geholfen zu haben, dennoch gab es immer wieder Menschen, bei denen die Diagnostiken klar zu sein schienen und dennoch war eine nachhaltige Verbesserung des Wohlbefindens entweder gar nicht oder nur kurzzeitig zu erreichen. Zuerst ist dies für die Patienten enttäuschend aber auch für mich als Therapeut äußerst frustrierend. Auf einem mehrtägigen Seminar trat dann ein Gastredner auf: der Arzt Rolf Jansen Rosseck. Einer, wie ich meine, der ganz großen. Oder, wie ich in meinem persönlichen Sprachgebrauch immer wieder sage: ein richtiger Arzt und kein Schulmediziner. Rolf Jansen Rosseck (kann auch auf YouTube gefunden werden) wirft mit Wissen nur so um sich. Er möchte, dass Therapeuten und Patienten erkennen, was alles möglich ist und warum es eben häufig Infektionen sind, akut oder chronisch persistierend, die das Leiden von Menschen auslösen. Ich habe seine umfangreichen Ausbildungsunterlagen erstanden und es tat sich für mich eine neue, riesige Welt auf. Hier liegt nach meiner Auffassung der Schlüssel für Therapieversager. Menschen, die seit Jahren, teils Jahrzehnte leiden, bekommen hier eine nachvollziehbare Erklärung für ihren Zustand. Dies betrifft nahezu alle Bereiche: von rein körperlich bis hin zu suizidalen depressiven Menschen.

Ein Satz aus dem oben erwähnten Seminar ist mit gut im Gedächtnis geblieben:

„die Erschöpfung des Menschen ist auch immer die Erschöpfung Immunsystems“

Körperliche Symptome

  • Körperliche Schwäche, verminderte Leistungsfähigkeit

  • Schmerzen in Gelenken und Muskeln ohne vorheriges körperliches Trauma

  • Andauernde Lungenprobleme (Husten, Kurzatmigkeit, bronchiale Anfälligkeit etc.)

  • Permanente Erkrankungen, lange Erholungszeit

Kognitive und psychische Symptome

  • Konzentrations- und Gedächtnisprobleme (Einschränkung kognitiver Fähigkeiten)

  • Depression und Angststörung ohne seelisches Trauma

  • Neurologische Probleme (Nervenschmerzen, Zittern etc.)

Organbezogene Beschwerden

  • HNO-Probleme

  • Magen-Darm-Probleme (parasitärer Befall u. a.)

  • Herzprobleme ohne kardiologischen Befund

… und vieles andere mehr.

Die Immunologie ist die Wissenschaft von der Selbst- und Fremderkennung von Zellen und lös-lichen Substanzen in vitalen Organismen und den daraus folgenden Prinzipien der Immunabwehr.

Die Serologie ist ein Teilgebiet der Immunologie, das sich mit den Antigen-Antikörper-Reaktionen im Blutserum beschäftigt. Im klinischen Sprachgebrauch bezieht sich der Begriff meist auf den in vitro-Nachweis von Antikörpern.

Typische Situationen aus meiner Praxis

Infektiologie und Serologie – was steckt dahinter?

Wann eine Infektionsdiagnostik sinnvoll ist

Da die Diagnostik sehr teuer sein kann, schlage ich diese oft erst im Rahmen einer Stufendiagnostik als zweiten Schritt vor. Sollte ich jedoch bereits in der Anamnese deutliche Hinweise auf ein mögliches infektiöses Geschehen erkennen oder einen fast typischen Satz hören wie: „mein ganzes Leben war ich immer gesund, dann war ich im Urlaub und mein Leben fing an sich zu verändern“ – oder: „alles war gut, aber nach einer Infektion (ich dachte, es sei eine Erkältung“ habe ich mich nie wieder richtig erholt“. Oder auch: „ meine Familie ist toll, die Kinder gesund, ich liebe auch meinen Job und habe kaum Stress, dennoch bin ich seit dem Zeitpunkt X depressiv geworden“. Gerade dieser Hinweis, wenn sich etwas „zu einem bestimmten Zeitpunkt“ geändert hat, gibt einen klaren Hinweis darauf, dass „etwas“ geschehen sein muss. Ein Hinweis auf die so wichtige Ursache.

Insbesondere von diesen Patienten höre ich oft: „Ich war schon bei so vielen Ärzten und auch Kliniken. Die nehmen mich nicht ernst“. „Ist ja alles nur psychosomatisch“.

Weitere Beispiele aus meiner Praxis

Ich konnte durch den gezielten Einsatz der Infektionsdiagnostik und darauf basierenden mehrstufigen Therapieverfahren z.B. langjährig Lungenerkrankten helfen, die anders, als die Schulmedizin gesagt hatte, gar kein COPD hatten, sondern chronisch persistierende Lungenerreger. Die Angst vor dem Tod ist nun Vergangenheit und stattdessen kann der Patient wieder frei atmen.

Eine Dame, die einige Wochen in Indien war, ist einem dort verbreiteten Virus zum Opfer gefallen und erst 6 Jahre danach, als sie zu mir kam, haben wir das finden und behandeln können. Sie kann wieder in die Berge zum Wandern.

Ein junger Familienvater hatte seit rund 20 Jahren mit depressiven Phasen und in Wellen auftretender Erschöpfung zu kämpfen. Am Ende konnte er nicht mehr arbeiten. Ursache war eine intrazelluläre bakterielle Infektion. Die Behandlung war aufwändig und komplex, aber erfolgreich.

Einen Termin für ein ausführliche Anamnese verbunden mit einer weitgehenden Beratung können Sie über mein Kontaktformular oder telefonisch leicht vereinbaren. Aufgrund der zentralen Lage meiner Praxis im Herzen Münchens bin ich sowohl für Patienten aus dem direkten Umfeld wie auch für Patienten mit weiter Anreise insbesondere mit öffentlichen Transportmitteln leicht zu erreichen.

Ich habe es so gut wie nie gesehen, dass niedergelassene Ärzte hiernach schauen, obwohl es seit mehr als 100 Jahren bekannt ist. In meiner Praxis in München ist das seit 2024 nun Standard und ich biete dies teils verzweifelten Menschen an und kann damit zum Glück wirklich oft helfen. Auch wenn ich klar sagen muss, dass auch damit keine Heilungsgarantie verbunden ist, so haben dennoch schon viele Menschen davon profitiert.

Dies und vieles mehr sind Indikatoren für ein Infektiöses Geschehen, wo es das Immunsystem des Menschen nicht allein schafft, Erreger zu eliminieren. Sei es, dass es sogenannte „intrazelluläre“ Erreger sind, die sich innerhalb der Zellen fortpflanzen und vom Immunsystem schlicht nicht erreicht werden, oder weil zum Zeitpunkt der Ansteckung ggf. schon andere Erreger im Körper aktiv waren und ein neuer Erreger dann „das Fass zum Überlaufen“ gebracht hat. Auch spielen sogenannte Biofilm (kurz: das sind Proteinkomplexe, mit denen Erreger sich umgeben können, um sich dem Zugriff des Immunsystems zu entziehen – leider führt das dann auch zu einer schwierigen Behandlung. Biofilme sind ein Grund, warum es bei chronisch persistierenden bakteriellen Infektionen so viele Therapieversager bei Antibiotikagaben gibt). Auch wenn der Weg nicht leicht ist und oft Zeit braucht, so kann es auch Ihnen möglich sein, aus Ihrem Tief herauszukommen. Geben Sie nie auf!

Häufig gestellte Fragen

Kann eine Erkrankung im Urlaub der Auslöser für dauerhafte gesundheitliche Probleme sein, die erst später auftreten?

Ja, das ist ein sehr häufiges Muster. Viele Patienten berichten, dass ihr Leben vor einer bestimmten Infektion völlig unauffällig war und sich ihr Gesundheitszustand erst danach spürbar verändert hat. Ein zeitlich klar benennbarer Auslöser ist dabei oft ein wichtiger Hinweis auf ein zugrunde liegendes infektiöses Geschehen.

Können chronische Infektionen auch psychische Symptome wie Depressionen auslösen, obwohl das Leben eigentlich in Ordnung ist?

Ja, wenn keine erkennbare seelische Ursache vorliegt, lohnt sich der Blick auf mögliche körperliche Auslöser. Bestimmte chronische Infektionen können über Entzündungsprozesse direkt das Nervensystem und die Stimmung beeinflussen, unabhängig von der Lebenssituation.

Was, wenn Ärzte meine unklaren Beschwerden als psychosomatisch einstufen, obwohl noch nie auf Erreger getestet wurde?

Das ist eine Erfahrung, die viele Patienten mit chronischen, unerklärten Beschwerden teilen. Eine gezielte Infektionsdiagnostik wird in der klassischen Medizin oft nicht standardmäßig durchgeführt, kann aber gerade bei unklaren, lang bestehenden Symptomen wichtige zusätzliche Hinweise liefern.

Was ist der Unterschied zwischen Infektiologie und Serologie?

Die Infektiologie befasst sich allgemein mit Infektionskrankheiten, ihrer Diagnose und Behandlung. Die Serologie ist ein Teilbereich davon und untersucht speziell Antikörper im Blutserum, um festzustellen, ob und mit welchem Erreger eine Auseinandersetzung des Immunsystems stattgefunden hat.

Welche Beschwerden können auf eine chronische, unerkannte Infektion hindeuten?

Mögliche Anzeichen sind unter anderem andauernde Erschöpfung, Konzentrationsprobleme, wiederkehrende Gelenk- oder Muskelschmerzen, häufige Infekte mit langer Erholungszeit oder unklare psychische Beschwerden. Da diese Symptome auch viele andere Ursachen haben können, ist eine gezielte Diagnostik notwendig, um Klarheit zu schaffen.

Warum wird bei unklaren, chronischen Beschwerden nicht standardmäßig auf Erreger getestet?

Eine umfassende Infektionsdiagnostik ist aufwendiger und kostenintensiver als ein Standard-Blutbild und wird deshalb im klassischen medizinischen Alltag oft nicht routinemäßig eingesetzt. Bei begründetem Verdacht, etwa durch eine passende Anamnese, kann sie aber wichtige zusätzliche Erkenntnisse liefern, die andere Untersuchungen nicht abbilden.

Ihre Gesundheit beginnt mit Klarheit

Nehmen Sie den ersten Schritt zu einer präzisen Ursachenanalyse Ihrer Beschwerden. Ich berate Sie gerne zu den passenden Diagnostikmöglichkeiten.