Psychische Erkrankungen

Depressionen oder Angststörungen können jeden treffen. Die Ursache hierfür sind oft überbordender Stress mit entgleistem Cortisol- oder Katecholaminstoffwechsel durch anhaltende und nicht gelöste Alltagsprobleme, Verlust eines geliebten Menschen durch Tod oder Verlassenwerden, Arbeitsplatz, Mobbing, Perfektionismus und vieles anderes mehr. Weit öfter, und dies ist sehr wichtig zu verstehen, überwiegen Stoffwechselprobleme ohne jedes seelische Trauma. Ausgelöst wird dies durch z.B. Infektionen mit Bakterien/Viren/Parasiten, deren Stoffwechselprodukte uns körperlich UND seelisch massiv beeinflussen, Schilddrüse, Vitamin D-Mangel, diverse biochemische Dysbalancen, hormonelle Schwankungen (auch bei Männern) und diverses anderes mehr. Gesprächstherapien, wie sie reflexartig verordnet werden, helfen in diesen Fällen eher nicht. Auch ist die Wirksamkeit vieler sogenannter Antidepressiva eher begrenzt. Viele Studien belegen, dass z.B. Serotonin kein Glückshormon ist und daher auch entsprechende Psychopharmaka mitunter nicht die gewünschte Wirkung haben. Der Auslöser als Ursache der seelischen Erkrankung muss gefunden und zielgerichtet behandelt werden. Dann sind Verbesserungen bis hin zu mentaler Gesundheit möglich.

„Seit mein Partner mich überraschend verlassen hat, kann ich kaum schlafen und mich zu nichts mehr aufraffen. Dann ist auch noch meine Mutter gestorben. Seitdem bin ich energielos und möchte mir den ganzen Tag nur die Decke über den Kopf ziehen. Meine Konzentration und mein Gedächtnis sind stark verschlechtert“.

„Ich bin nur weinerlich, kann mich zu nichts aufraffen und kriege Panikattacken. Mein Leben war komplett in Ordnung, ich führe eine glückliche Ehe und habe einen Job, der mir Spaß macht, doch seit einigen Jahren leide ich unter Ängsten und ziehe mich sozial zurück. Es klingt verrückt, aber das kam wirklich über Nacht ohne einen für mich erkennbaren Grund. “

„Ich habe immer alles für meine Familie, Freunde und Beruf gegeben, mein Leben war schön und ich glücklich. Jetzt schaffe ich es kaum noch aus dem Haus. Ich weine viel, bin verzweifelt und schaffe es auch nicht mehr zur Arbeit. Von außen sieht alles großartig aus und Menschen sagen zu mir: „da ist doch nichts“. Ich selbst denke dagegen manchmal an Selbstmord“

Hinweis: sollten Sie mit dem Freitod hadern, tun Sie es nicht, sondern rufen Sie hier an:

Telefon-Seelsorge unter 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 oder 116 123 oder im Notfall auch den Rettungsdienst unter 112

Chronische Traurigkeit, Freudlosigkeit, Gefühle von Wertlosigkeit und Schuld, sozialer Rückzug, Unrast, Konzentrations- und Schlafstörungen, Leistungsschwäche, mitunter Angstgefühle sind kennzeichnend für eine Depression oder auch einen Burn-Out. Depressionen und Angstzustände werden insbesondere in den westlichen Ländern immer mehr zu einer gefährlichen Volkskrankheit. Sie sind dort für eine sehr hohe Rate aller Selbstmorde verantwortlich und werden im Wesentlichen mit Gesprächstherapien und symptomunterdrückenden und nebenwirkungsreichen Psychopharmaka behandelt. Man weiß aber seit langem, dass jeder psychischen oder psychosomatischen Störung objektiv messbare Daten eines Stoffwechselgeschehens zugrunde liegen. Man muss sich nur mal die Mühe machen, mit dem Patienten einfühlsam zu reden und dann auch zu messen.

Typische Situationen aus meiner Praxis

Was kann getan werden?

Die Ursachen für diese Stoffwechselungleichgewichte sind heute mit den Mitteln der modernen Diagnostik oft gut zu ermitteln und mit bereits zur Verfügung stehenden Möglichkeiten häufig auch behandelbar. Die Diagnose und nachfolgende ganzheitliche Behandlung dieser Stoffwechsel-Ungleichgewichte mit dem Ziel, Depressionen, Ängste, Schlafprobleme oder Erschöpfung zu mindern oder deutlich zu verbessern, ist einer der Schwerpunkte dieser Praxis hier in München. Darmprobleme, Ungleichgewichte bei den Neurotransmittern oder Hormonen, unzureichende Energieproduktion in den Mitochondrien (unseren „Zellkraftwerken Mitochondrien s. hier), Silent Inflammation (schwelende Entzündungen, die die Serotoninsynthese verändern können), chronische Infektionen mit Erregern oder Probleme in der endokrinen Stressachse und noch viele andere – manchmal lange bekannte – Ursachen können heute für vielfältige psychische und körperliche Probleme verantwortlich sein. Oft können sie mit geeigneten laborseitigen Analysen diagnostiziert und dann gezielt behandelt werden.

Sind Psychopharmaka wirklich der alleinige Weg?

Ich rate an dieser Stelle ausdrücklich niemandem dazu, Psychopharmaka einfach weg zu lassen! In schweren Fällen können diese sinnvoll sein und sogar Leben retten, es gibt aber so viel mehr, was sowohl diagnostisch wie auch therapeutisch gemacht werden kann. Oft ist die Ursache einer psychischen Störung komplex – manchmal jedoch auch verblüffend einfach. Wichtig ist es, an die Ursache der Stoffwechselstörung zu kommen und diese dann auch ursächlich zu behandeln. In meiner Münchner Praxis kann dies eine echte Detektivarbeit sein, die ebenso viel Zeit wie sorgfältiges und akribisches Vorgehen erfordert, aber es kann sich lohnen. Das therapeutische Vorgehen ist dann ein gezieltes Einwirken auf die Ursache mit z.B. orthomolekularen Substanzen aber im Falle von Erregern auch mit Hilfe ausgesuchter schulmedizinischer Präparate (Hinweis: für verschreibungspflichtige Medikamente wird ein Arzt benötigt). Infusionstherapien mit den Ausgangssubstanzen wie Aminosäuren und die passenden Co- und Methylierungsfaktoren für Katecholamine (Dopamin, Noradrenalin und Adrenalin) und den Tryptophanstoffwechsel, verantwortlich u.A. für Serotonin und Melatonin, können hier gut unterstützen.

Auch wenn der Weg nicht leicht ist und oft Zeit braucht, so kann es auch Ihnen möglich sein, aus Ihrem Tief herauszukommen. Geben Sie nie auf!

Einen Termin für ein ausführliches und einfühlsames Erstgespräch können Sie über mein Kontaktformular oder telefonisch leicht vereinbaren. Aufgrund der zentralen Lage meiner Praxis bin ich sowohl für Patienten aus München und dem Umfeld, wie auch für Patienten mit weiter Anreise insbesondere mit öffentlichen Transportmitteln leicht zu erreichen.

Eine persönliche Anmerkung: ich selbst habe zweimal unter einer schweren Depression gelitten und hätte es fast nicht überlebt. Ärzte konnten mir nicht helfen. Erst ein Heilpraktiker (lange, bevor ich es wurde) hat die geeigneten Analysen und passenden Behandlungen mit mir durchgeführt. Da auch ein seelisches Trauma zugrunde lag (überbordender Stress also), half auch eine sehr gute Gesprächstherapeutin. Solche Menschen sind nur schwer zu finden. Als Patient müssen Sie ab dem ersten Moment das tiefe Gefühl haben, dass es zwischen Ihnen und dem Therapeuten passt, sonst lassen Sie es besser. Ich selbst hatte zuvor 13 (!) probatorische Sitzungen, bis ich die richtige gefunden hatte.

Die hier zur Verfügung gestellten Dokumente zeigen exemplarisch ein Diagnosebeispiel zum Neurotransmitterhaushalt aber auch die Recherche eines Medizinjournalisten zum Serotonin mit Quellenangaben. Aber wie oben erwähnt: die Ursache einer psychischen Störung kann auch ganz woanders liegen und muss erst gefunden werden.

Häufig gestellte Fragen

Kann eine Depression entstehen, ohne dass ein eindeutiges seelisches Trauma vorliegt?

Ja, das ist sogar sehr häufig der Fall. Viele Patienten berichten, dass ihr Leben eigentlich in Ordnung war, Familie, Beruf, Beziehung, und die depressive Phase trotzdem "über Nacht" begann. In solchen Fällen liegt oft ein stoffwechselseitiges Ungleichgewicht zugrunde, das gezielt untersucht werden kann.

Ich wirke nach außen völlig gesund, aber innerlich geht es mir sehr schlecht, kann das trotzdem eine ernstzunehmende Erkrankung sein?

Absolut. Gerade weil Depressionen von außen oft nicht sichtbar sind, hören Betroffene häufig Sätze wie "dir geht's doch gut" oder "da ist doch nichts". Das macht die Erkrankung nicht weniger real, sondern erschwert oft nur, dass sie ernst genommen wird.

Können plötzlicher Verlust oder mehrere belastende Ereignisse gleichzeitig eine Depression auslösen?

Ja, anhaltende, ungelöste Belastungen wie ein Trennungserlebnis oder der Verlust eines nahestehenden Menschen können den Stresshaushalt des Körpers, insbesondere den Cortisolstoffwechsel, so belasten, dass sich daraus eine Depression entwickelt. Hier ist eine einfühlsame Anamnese in Kombination mit passender Diagnostik wichtig.

Was unterscheidet Ihren Ansatz von einer klassischen Gesprächstherapie oder medikamentösen Behandlung?

Ich schaue gezielt nach möglichen körperlichen Ursachen wie Nährstoffmängeln, hormonellen Schwankungen oder chronischen Infektionen, die eine Depression mit auslösen oder verstärken können. Das ersetzt keine notwendige psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung, sondern kann sie sinnvoll ergänzen.

Sollte ich meine Psychopharmaka absetzen, wenn ich mich zusätzlich naturheilkundlich behandeln lasse?

Nein, das rate ich ausdrücklich niemandem. In schweren Fällen können Psychopharmaka sinnvoll und sogar lebensrettend sein. Eine naturheilkundliche Behandlung findet immer begleitend und in Abstimmung statt, nicht als Ersatz.

Welche Untersuchungen führen Sie durch, um die Ursache meiner psychischen Beschwerden zu finden?

Je nach Anamnese können das zum Beispiel Laboranalysen zum Neurotransmitter- und Hormonhaushalt, Vitamin- und Mineralstoffstatus oder ein Test auf chronische Infektionen sein. Welche Diagnostik sinnvoll ist, entscheidet sich individuell im Erstgespräch.

Ihre Gesundheit beginnt mit Klarheit

Nehmen Sie den ersten Schritt zu einer präzisen Ursachenanalyse Ihrer Beschwerden. Ich berate Sie gerne zu den passenden Diagnostikmöglichkeiten.