Dauernd krank? Ein starkes Immunsystem schützt Sie

Warum sind einige Menschen scheinbar dauernd krank, andere aber scheinbar nie? Es ist immer eine Frage der Immunkompetenz, aber auch, womit unser Immunsystem ggf. beschäftigt ist. Und hier spielen eine ganze Reihe von teils sehr unterschiedlichen Faktoren hinein, ein multifaktorielles Geschehen mitunter. Das sind chronische Infektionen, die einen großen Teil unserer Immunkompetenz binden, sodass wir bei „jedem kleinen Infekt“ darniederliegen und „ewig“ brauchen, um uns zu erholen. Ist das Immunsystem hyporeaktiv, also nicht kompetent genug? Wodurch wird das wieder beeinflusst? Da ist z.B. ein guter Mikronährstoffhaushalt wichtig, denn alle Immunzellen müssen aus dem gebaut werden, was wir essen. Säure-/Basenhaushalt – denn dieser beeinflusst unmittelbar die enzymatische Aktivität und ohne Enzyme keine Immunkompetenz. Schlaf – es ist die einzige Möglichkeit von uns Menschen, uns zu regenerieren. Stress (ein omnipräsentes Thema!). Dauerhaft erhöhtes Cortisol (unsere Haupt-Stresshormon) erhöht die Anfälligkeit bei Erregern, da es u.A. immunsuppressiv wirkt. Dies sind nur einige Beispiele.

Umwelteinflüsse: Unser Körper befindet sich in permanenten Austausch mit unserer Umgebung. Im Alltag sind wir zahlreichen Umweltschadstoffen, Allergenen sowie Giftstoffen ausgesetzt, die das Immunsystem stark belasten und hormonelle Störungen hervorrufen können. Auch die UV-Strahlung im Sonnenlicht kann einen starken Einfluss auf das Immunsystem haben. Es ist bekannt, dass sie die Produktion von Vitamin D ankurbelt, welches eine wichtige Rolle in der Steuerung einer ausgeglichenen Immunreaktion spielt. Zudem haben Licht und Sonnenschein einen günstigen Effekt auf den Gemütszustand von Menschen, was sich wiederum positiv auf den Zustand des Immunsystems auswirkt. Ein Übermaß an UV-Licht hingegen kann das Immunsystem schwächen und Hautschäden sowie –krebs verursachen.

Mikroorganismen: Der Mensch ist fortlaufend zahlreichen Mikroorganismen wie Viren, Bakterien, Pilzen oder Parasiten ausgesetzt. Die meisten Infektionen allerdings völlig unbemerkt, da unser Immunsystem diese abwehrt, bevor sie uns schaden können. Der Kontakt mit Mikroorganismen maßgeblich zur Reifung des Immunsystems bei, denn erst dadurch kann die adaptive Immunantwort – die spezifische Abwehr – aktiviert werden. Der Kontakt mit diesen Organismen in frühster Kindheit ist daher sehr förderlich für die Reifung unseres Immunsystems über die gesamte Lebensspanne hinweg. Gelangt das Immunsystem allerdings durch unterschiedliche Störfaktoren aus dem Gleichgewicht, wird das Risiko für rezidivierende und chronische Infektionen erhöht. Insbesondere Herpesviren, die „schlummernd“ im Körper verbleiben und sich bei Immunschwäche reaktivieren können, stellen einen Risikofaktor für die Gesundheit dar und können die Entstehung zahlreicher chronischer Erkrankungen begünstigen.

Psyche: Die Stimmung, die seelische Verfassung sowie unser soziales, persönliches und berufliches Umfeld haben einen starken Einfluss auf unseren Gesundheitszustand. In unserer modernen Gesellschaft sind zahlreiche Menschen einem hohen Druck in unterschiedlichen Lebensbereichen ausgesetzt, so dass Stress im Alltag zu einem Massenphänomen geworden ist. Somit ist es nicht verwunderlich, dass die Zahl der chronischen Erkrankungen in der Bevölkerung, wie Depression oder Krebs, fortlaufend zunimmt. Gerade Stress kann, vor allem wenn er chronisch wird, die natürlichen Abwehrkräfte beeinträchtigen und den Alterungsprozess beschleunigen. Positive Gefühle sowie eine ausgewogene Work-Life-Balance hingegen stärken das Immunsystem.

Genetik: Die Funktionsweise des Immunsystems wird auch durch unsere genetische Ausstattung beeinflusst. Es ist allgemein bekannt, dass manche Personen mit einer bestimmten genetischen Erbanlage anfälliger für die Entwicklung von Immunstörungen sind. Insbesondere die Moleküle unseres Körpers, die für die Unterscheidung zwischen körpereigenen und körperfremden Stoffen zuständig sind – HLA genannt (eng. Human Leucocyte Antigen) – besitzen eine enorme genetische Variabilität zwischen den Menschen.

Sport: Die meisten Krankheiten unserer Zeit, wie Adipositas (Fettsucht), Diabetes Typ II, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Osteoporose, sind mit einer sitzenden, bewegungsarmen Lebensweise verbunden. Zahlreiche Studien zeigen, dass eine regelmäßige, moderate sportliche Aktivität das Immunsystem stärkt, eine entzündungshemmende Wirkung besitzt und das Infektionsrisiko reduziert Aber Achtung: eine zu intensive körperliche Betätigung (Leistungssport) hingegen beeinträchtigt die Funktionen des Immunsystems, da vermehrt Stressradikale entstehen, die im Körper neutralisiert werden müssen und das Immunsystem anfällig machen.

„Wir haben kleine Kinder und diese kommen ständig mit anderen Krankheiten aus dem Kindergarten nach Hause. Während mein Partner jedoch alles in kurzer Zeit wegsteckt, leide ich viel länger. Das auch im Vergleich zu anderen Eltern. Eigentlich war das schon fast immer so“.

„Seit ich ein junger Erwachsener war, habe ich andauernd Lungenprobleme. Jeder kleine Infekt schlägt mir auf die Bronchen. 2-3x/Jahr wird daraus eine schlimme Bronchitis. Ärzte nehmen mich nicht mehr ernst, weil Lungentests unauffällig sind. Ein Arzt meinte sogar, ich hätte COPD“.

„In meinem Umfeld scheine ich die Einzige zu sein, die dauernd krank wird und auch viel länger braucht, um sich zu erholen. Zudem bin ich seit Jahren nur bei gefühlt 50% meiner früheren Leistungsfähigkeit und schaffe es kaum noch zum Sport. Bei mir stimmt gar nichts mehr“.

Was beeinflusst das Immunsystem?

Typische Situationen aus meiner Praxis

Wir haben Faktoren, die wir nicht immer beeinflussen können (Erregerkontakt) bis hin zu Fragen unseres Lebensstils (Ernährung, Stress, Ruhephasen etc.).

Der Zustand des Immunsystems ist nicht statisch und kann durch Faktoren wie Genetik, Lebensstil und Umwelt sowohl positiv als auch negativ beeinflusst werden. Je nachdem, ob die gesund machenden oder krank machenden Mechanismen überwiegen, wird die „Waage“ in Richtung Gesundheit oder Krankheit bewegt.

Fit durch alle Lebenslagen mit einem starken Immunsystem

Die Ursachen für diese Stoffwechselungleichgewichte sind heute mit den Mitteln der modernen Diagnostik oft gut zu ermitteln und mit bereits zur Verfügung stehenden Möglichkeiten häufig auch behandelbar. Die Diagnose und nachfolgende ganzheitliche Behandlung dieser Stoffwechsel-Ungleichgewichte mit dem Ziel, Depressionen, Ängste, Schlafprobleme oder Erschöpfung zu mindern oder deutlich zu verbessern, ist einer der Schwerpunkte dieser Praxis hier in München. Darmprobleme, Ungleichgewichte bei den Neurotransmittern oder Hormonen, unzureichende Energieproduktion in den Mitochondrien (unseren „Zellkraftwerken Mitochondrien s. hier), Silent Inflammation (schwelende Entzündungen, die die Serotoninsynthese verändern können), chronische Infektionen mit Erregern oder Probleme in der endokrinen Stressachse und noch viele andere – manchmal lange bekannte – Ursachen können heute für vielfältige psychische und körperliche Probleme verantwortlich sein. Oft können sie mit geeigneten laborseitigen Analysen diagnostiziert und dann gezielt behandelt werden.

Einen Termin erhalten Sie über mein Kontaktformular oder telefonisch. Aufgrund der zentralen Lage meiner Praxis im Herzen Münchens bin ich sowohl für Patienten aus dem Umfeld, wie auch für Patienten mit weiter Anreise insbesondere mit öffentlichen Transportmitteln leicht zu erreichen

Als Mitglied der „Medizinischen Gesellschaft für Mikroimmuntherapie„, einer Gesellschaft, die sich auf die Behandlung des Immunsystems spezialisiert hat, kann ich Ihr Immunsystem und daraus resultierende Erkrankungen gezielt behandeln

Häufig gestellte Fragen

Warum werde ich viel öfter krank als andere Menschen in meinem Umfeld, obwohl wir denselben Erregern ausgesetzt sind?

Das liegt an unterschiedlicher Immunkompetenz. Chronische, oft unbemerkte Infektionen können einen großen Teil der Immunabwehr dauerhaft binden, sodass für neue Erreger weniger Kapazität übrig bleibt. Eine gezielte Diagnostik kann klären, ob solche Belastungsfaktoren vorliegen.

Warum erholen sich manche Familienmitglieder viel schneller von einer Erkältung als andere?

Auch innerhalb einer Familie kann die Immunkompetenz sehr unterschiedlich sein, abhängig von Faktoren wie Mikronährstoffversorgung, Schlafqualität, Stresslevel und bereits bestehenden, chronischen Belastungen des Immunsystems. Das ist keine Frage von Willenskraft, sondern von messbaren biochemischen Voraussetzungen.

Können wiederkehrende Bronchitiden auch ohne COPD-Diagnose eine ernstzunehmende Ursache haben?

Ja, häufig wiederkehrende Lungeninfekte können auf chronisch persistierende Erreger in den Atemwegen hindeuten, auch wenn eine Lungenfunktionsuntersuchung unauffällig bleibt und keine COPD vorliegt. Eine gezielte Erregerdiagnostik kann hier oft die entscheidenden Hinweise liefern.

Ist andauernde Erschöpfung mit reduzierter Leistungsfähigkeit ein Zeichen für ein geschwächtes Immunsystem?

Das kann durchaus der Fall sein. Ein dauerhaft gefordertes oder geschwächtes Immunsystem bindet viel Energie, was sich als anhaltende Erschöpfung und spürbar reduzierte Leistungsfähigkeit äußern kann. Eine Laboruntersuchung des Immunstatus kann hier Klarheit schaffen.

Was ist eine Lymphozytentypisierung und wofür wird sie eingesetzt?

Eine Lymphozytentypisierung ist eine Laboruntersuchung, die die verschiedenen Abwehrzellen des Immunsystems im Blut differenziert erfasst. Sie zeigt, ob und in welchem Bereich das Immunsystem aus dem Gleichgewicht geraten ist, und bildet die Grundlage für eine gezielte Behandlung.

Was ist Mikro-Immuntherapie und wie unterscheidet sie sich von einer klassischen Immunstärkung?

Bei der Mikro-Immuntherapie werden gezielt niedrig dosierte Immunmodulatoren eingesetzt, die auf spezifische Schwächen des Immunsystems abgestimmt sind, statt es unspezifisch pauschal zu "stärken". Das ermöglicht eine individuellere Herangehensweise, abgestimmt auf die jeweils vorliegende Belastung.

Ihre Gesundheit beginnt mit Klarheit

Nehmen Sie den ersten Schritt zu einer präzisen Ursachenanalyse Ihrer Beschwerden. Ich berate Sie gerne zu den passenden Diagnostikmöglichkeiten.