Hormone im Ungleichgewicht: Wenn der Körper aus dem Takt gerät

  • hormonelle Verhütung (Antibabypille)

  • Hormonersatztherapie mit künstlichen Hormonderivaten

  • Medikamente mit Einfluss auf das Hormongeschehen (z.B. Psychopharmaka)

  • Pflanzenstoffe mit hormonähnlicher Wirkung, wie Phytoöstrogene aus Soja, Rotklee etc.

  • Xenohormone in Lebensmitteln, Weichmachern, Kosmetika und Trinkwasser (hormonelle Disruptoren – siehe auch weitere Erläuterungen durch das Umweltbundesamt)

  • altersbedingtes Nachlassen der Hormonproduktion, z.B. in den Wechseljahren. Genauso aber auch bei Männern

  • Schilddrüsenprobleme, da diese an sämtlichen Stoffwechselprozessen maßgeblich beteiligt ist, wie z.B. Wachstum, Verwertung der Nährstoffe, Energiehaushalt

  • Stress und daraus resultierende Nebennierenschwäche

  • Vitalstoffmangel: Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente können sowohl im Mangel als auch im Überfluss die Hormonproduktion negativ beeinflussen

  • dauerhaftes Überangebot an Hormonen wie zum Beispiel bei Diabetes Typ 2 oder durch Xenohormone

  • Erkrankung des Immunsystems

  • Bestrahlung von hormonproduzierenden Organen

  • Übersäuerung: Ein Überschuss von Säuren bzw. eine Unterversorgung mit basenbildenden Mineralstoffen im Körper kann ebenfalls eine negative Wirkung auf eine ausgeglichene Hormonbalance haben

  • u.a.m

Zuerst einmal – zwar mit leichtem Augenzwinkern – doch erst gemeint, eine Anmerkung:

Es gibt nur einen „Typus“ Mensch, der zu mir kommt und sagt: „ich habe ein Hormonproblem“. Kommen Sie drauf? Es sind Frauen. Männer sagen das fast nie. Frauen wird offenbar von klein auf eingeredet: „Frau sein heißt automatisch ein Hormonproblem zu haben“. Vielleicht weil die meisten Männer schlicht nicht wissen, was da monatlich und Menopausal mit den Frauen los ist? Aber die Periode und die Menopause sind keine Krankheiten, das ist natürlich.

„Ich habe dauernd Wassereinlagerung, früher war das nie“

„meine Haare werden immer dünner und fallen büschelweise aus“

„meine Schleimhäute sind so trocken, zudem ist meine Libido im Keller und Sex macht keinen Spaß mehr“

„ich schwitze wie verrückt, kriege Hitzewallungen und Migräneschübe“

„seit einiger Zeit habe ich Erektionsprobleme“

„wir wünschen uns Kinder aber es klappt nicht“

Was kann unser Hormonsystem aus der Balance bringen?

Müde, sexuelle Unlust, Stimmungsschwanken, ungewollte Gewichtszunahme in der Menopause, psychische Probleme? Es könnten die Hormone sein.

Hormone sind biochemische Botenstoffe, mit deren Hilfe an den Organen unseres Körpers und insbesondere im Gehirn eine bestimmte Wirkung ausgelöst wird. Die Hormonproduktion selbst wird im Gehirn angeregt und dann in Hormondrüsen produziert. Nicht nur der weibliche Eierstock und der männliche Hoden produzieren Hormone, sondern unter anderem auch die Schilddrüse, die Nebenschilddrüsen, die Nebennieren, die Bauchspeicheldrüse, das Fettgewebe, die Leber, die Nieren, der Darm, das Herz und spezialisiertes Gewebe.

Winzigste Konzentrationen dieser Botenstoffe im billionstel Gramm-Bereich steuern zahllose Prozesse im Körper, wie z.B. den Stoffwechsel, das Wachstum und die Fortpflanzung. Das Hormon allein entfaltet jedoch noch keine Wirkung. Erst das Zusammenspiel zwischen einem Hormon und dem ganz speziell für dieses jeweilige Hormon passenden Zellrezeptor lässt die Wirkung entstehen. Ein Hormon passt also zu „seinem“ spezifischen Rezeptor wie ein Schlüssel nur in ein zu ihm passendes Schloss passt. Ein Mangel an einem Hormon oder der dauerhafte Überschuss desselben, kann fatale Wirkung haben und den Stoffwechsel empfindlich stören.

Der Hormonsyntheseweg unserer Geschlechtshormone ist nachfolgend in einer Übersicht dargestellt. Weiterführende Informationen erhalten Sie, wenn Sie auf die pdf-Dateien dieser Seite klicken.

Typische Situationen aus meiner Praxis

Was kann getan werden?

Zum Glück sehr viel. Zuerst sollte der Hormonstatus bestimmt werden, wozu ich Speicheldiagnostik verwenden. „Im Speichel liegt die hormonelle Wahrheit“ Speichel ist filtriertes Blut und in diesem befinden sich nur die sogenannten biologisch aktiven Hormone. Albumin- und globulingebundene Hormone, die biologisch nicht aktiv sind, werden rausgefiltert. Dies ermöglicht einen sehr guten Blick auf die Sie tatsächlich bewegende Hormonsituation. Sollte sich eine hormonelle Dysbalance offenbaren (eher selten aber immer möglich), muss herausgefunden werden, was diese verursacht. Statt Hormonpräparaten also wieder einmal besser die Ursache finden und behandeln.

Das Behandlungsspektrum reicht dann von der Behandlung der Ursache (primär wichtig) über sanft regulierenden Phytotherapeutika (Pflanzenheilkunde), Hormonglobuli und Komplexhomöopathika bis zum Einsatz bioidentischer Hormone. Art und Umfang der Behandlung hängen von einer ausführlichen individuellen Anamnese in Verbindung mit einer vorgelagerten genauen Hormondiagnostik ab. Während der Behandlung ist eine laborgestützte Verlaufskontrolle empfohlen. Welches Verfahren für Sie am besten geeignet ist, entscheiden die Erkenntnisse aus einer ausführlichen Anamnese mit Ihren ganz individuellen Problemen und die Laboranalyse. Die Aussagekraft der einzelnen Verfahren ist je nach Fragestellung unterschiedlich zu bewerten.

Womöglich lohnt ein genauer Blick auf Ihren Hormonstatus, um Sie wieder in die Balance zu bringen. Termine für eine Beratung und auch weiterführende Diagnostik sind über ein Kontaktformular oder telefonisch leicht zu vereinbaren.

Aufgrund der zentralen Lage meiner Praxis bin ich sowohl für Patienten aus München und dem Umfeld, wie auch für Patienten mit weiter Anreise insbesondere mit öffentlichen Transportmitteln leicht zu erreichen

Häufig gestellte Fragen

Können plötzliche Wassereinlagerungen mit einem hormonellen Ungleichgewicht zusammenhängen?

Ja, Wassereinlagerungen können ein Hinweis auf ein Ungleichgewicht bestimmter Hormone sein, etwa im Zusammenspiel von Östrogen und Progesteron. Eine gezielte Hormondiagnostik kann klären, ob tatsächlich eine Dysbalance vorliegt und woher sie kommt.

Können nachlassende Libido und trockene Schleimhäute auch bei jüngeren Menschen hormonelle Ursachen haben?

Ja, das ist nicht ausschließlich ein Thema der Menopause. Hormonelle Schwankungen können in jedem Alter auftreten, ausgelöst etwa durch Stress, hormonelle Verhütung oder andere Einflussfaktoren. Eine individuelle Diagnostik zeigt, ob tatsächlich ein Hormonungleichgewicht vorliegt.

Können auch Männer von einem hormonellen Ungleichgewicht betroffen sein, etwa bei Erektionsproblemen?

Ja, hormonelle Dysbalancen betreffen längst nicht nur Frauen. Erektionsprobleme können unter anderem mit einem Testosteronmangel oder anderen hormonellen Faktoren zusammenhängen, die sich gezielt untersuchen lassen.

Welche Symptome deuten allgemein auf ein hormonelles Ungleichgewicht hin?

Typische Anzeichen sind unter anderem anhaltende Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, Gewichtsveränderungen, Schlafprobleme, Zyklusunregelmäßigkeiten oder nachlassende Belastbarkeit. Da diese Symptome auch andere Ursachen haben können, gibt erst eine Laboruntersuchung wirklich Klarheit.

Ab wann sollte man seinen Hormonstatus untersuchen lassen?

Sinnvoll ist eine Untersuchung immer dann, wenn mehrere der typischen Symptome über einen längeren Zeitraum bestehen und keine eindeutige andere Erklärung vorliegt. Auch bei Kinderwunsch, in den Wechseljahren oder bei unklarer Erschöpfung lohnt sich ein genauerer Blick auf den Hormonstatus.

Was unterscheidet eine naturheilkundliche Hormonbehandlung von einer klassischen Hormonersatztherapie?

Der naturheilkundliche Ansatz setzt zunächst auf die Suche nach der Ursache der Dysbalance, statt direkt Hormone von außen zuzuführen. Je nach Befund reicht das Behandlungsspektrum von sanft regulierenden Phytotherapeutika bis hin zum gezielten Einsatz bioidentischer Hormone, immer abgestimmt auf die individuelle Diagnostik.

Ihre Gesundheit beginnt mit Klarheit

Nehmen Sie den ersten Schritt zu einer präzisen Ursachenanalyse Ihrer Beschwerden. Ich berate Sie gerne zu den passenden Diagnostikmöglichkeiten.