Wundheilung natürlich unterstützen

Wundheilungsstörungen können Menschen sowohl aufgrund von Erkrankungen aber auch aufgrund von Unfällen treffen. Sollte eine Erkrankung vorliegen – ggf. durch eine Infektion – muss die Ursache ermittelt und behandelt werden. Oft ist diese aber nicht bekannt. Dennoch können Maßnahmen ergriffen werden, um die Wundheilung zu unterstützen mit dem Ziel, eine ggf. lange offene Wunde ganz zu schließen oder zumindest zu verbessern.

„Durch einen schweren Unfall habe ich seit Jahren eine offene Wunde, die sich nicht mehr schließt. Im ärztlichen Wundheilungszentrum werde ich zwar immer neu verbunden, Ärzte habe ich aber schon lange nicht mehr gesehen. Zudem kriege ich immer wieder bakterielle Infektionen und muss andauernd Antibiotika nehmen, was meinen Darm ruiniert“

„durch meinen Diabetes habe ich am Bein offene Wunden, die sich nicht schließen“.

„ich weiß nicht warum, aber ich habe hier eine offene Wunde, die sich seit Monaten (oder Jahren) nicht schließt“

Die Wundheilung ist ein natürlicher biologischer Prozess, der bereits Minuten nach der Wundsetzung beginnt, wie mit enzymhistochemischen Verfahren nachgewiesen werden konnte. Man grenzt 4 Phasen der Wundheilung voneinander ab. In Wirklichkeit laufen diese Phasen aber weitgehend parallel ab und sind nicht streng voneinander zu trennen:

  1. Exsudative Phase (in den ersten Stunden): Auffüllen des Wundspaltes durch Exsudation von Fibrin und koaguliertem Blut. In dieser Phase bildet sich Wundschorf der die Wunde nach außen gegen unerwünschte Keime abschirmt. Ein typisches Wundödem zeigt sich im angrenzenden Gewebe, um die Wunde herum.

  2. Resorptive Phase (1. – 3. Tag): Phase der katabolen Autolyse: Makrophagen wandern in das Wundgewebe ein und phagozytieren die Blutkoagel. Das basale Epithel beginnt sich zu organisieren. Granulationsgewebe bildet sich aus.

  3. Proliferationsphase (4.- 7. Tag): Phase der anabolen Reparation: Fibroblasten bilden Kollagen und bauen so die Wunde aus.

  4. Reparationsphase (ab dem 8. Tag): endgültiges Narbengewebe entsteht, das Plattenepithel der Haut erneuert sich durch Einwachsen neuer Epithelzellen von den Wundrändern her. Das entstehende Narbengewebe besitzt weder Talg- noch Schweißdrüsen und erscheint weiß-perlmuttartig auf der Haut.

Die 1. und 2. Phase werden auch als "Reinigungsphase" zusammengefasst. Auf die Reparationsphase folgt dann als mehrmonatiger Prozess die Maturation (Reifung).

Typische Situationen aus meiner Praxis

Was kann getan werden?

Die Wundheilung basiert – wie alles in unserem Körper – auf Biochemie. Sofern keine schwerwiegenden äußeren Umstände vorliegen, wie z.B. chronische Infektionen, Wundinfektionen, Hämatombildung u.A., kann versucht werden, die natürlichen Prozesse der Haut- und Kollagenneubildung mit Hilfe der Orthomolekularmedizin zu unterstützen. Hierbei werden die vom Körper typischerweise selbst verwendeten Substrate (wie z.B. Vitamin C, S-Adenosylmethionin, Aminosäuren wie Prolin/Lysin, dann Glutathion, Glycin aber auch andere Mittel) hochdosiert sowohl oral (mit einem recht umfangreichen Einnahmeplan) wie auch über hochdosierte Infusionen regelmäßig zugeführt. Unterstützende konstriktive (zusammenziehende) und antibakterielle Substanzen von außen unterstützen den Prozess. Ziel ist es, die Wunde zu verringern, möglicherweise komplett zu schließen. Dabei spielt ein guter Säure-/Basenhaushalt als Basis für einen möglichen Erfolg eine große, mitunter entscheidende Rolle. Das bedeutet eine durchgängig aktive Rolle des Patienten hinsichtlich Ernährung und Genussgifte.

So konnte – als mein „schönstes Beispiel“ - eine mehr als 10 Jahre (!) offene Wunde am Fuß innerhalb von rund 4 Monaten geschlossen werden.

Bei der angebotenen Therapie handelt es sich also ausdrücklich nicht um eine hautoberflächliche Behandlung. Sie ist stattdessen ein medizinisch-therapeutischer Ansatz, bei dem dem Körper die für die Haut- und Wundheilung notwendigen Substanzen hochdosiert und über einen ausreichenden Zeitraum zur Verfügung gestellt werden. So soll der Körper dabei unterstützt werden, seine natürlichen Heilungsprozesse wieder optimal durchzuführen.

Termine sind über mein Kontaktformular oder telefonisch leicht zu vereinbaren. Aufgrund der zentralen Lage meiner Praxis im Herzen Münchens bin ich sowohl für Patienten aus dem Umfeld wie auch für Patienten mit weiter Anreise insbesondere mit öffentlichen Transportmitteln leicht zu erreichen.

Häufig gestellte Fragen

Warum schließt sich eine Wunde nach einem Unfall manchmal jahrelang nicht, obwohl sie regelmäßig versorgt wird?

Regelmäßiges Verbinden allein behandelt nicht zwangsläufig die eigentliche Ursache, warum der körpereigene Heilungsprozess ins Stocken geraten ist. Oft fehlen dem Körper die notwendigen biochemischen Bausteine, um die Wunde selbst zu schließen, hier kann eine gezielte orthomolekulare Unterstützung ansetzen.

Warum heilen Wunden bei Diabetes oft besonders schlecht?

Bei Diabetes ist häufig sowohl die Durchblutung als auch der Stoffwechsel beeinträchtigt, beides wichtige Voraussetzungen für eine funktionierende Wundheilung. Eine gezielte Unterstützung des Stoffwechsels kann hier helfen, den natürlichen Heilungsprozess wieder in Gang zu bringen.

Was tun, wenn eine Wunde ohne erkennbaren Grund einfach nicht zugeht?

Auch ohne bekannte Vorerkrankung kann der körpereigene Reparaturprozess gestört sein, etwa durch einen Mangel an bestimmten Aminosäuren, Vitaminen oder einen gestörten Säure-Basen-Haushalt. Eine gezielte Diagnostik kann helfen, den fehlenden Baustein zu identifizieren.

Aus welchen Phasen besteht der natürliche Wundheilungsprozess?

Die Wundheilung verläuft in vier ineinandergreifenden Phasen: der exsudativen Phase mit Wundverschluss durch Schorf, der resorptiven Reinigungsphase, der Proliferationsphase mit Kollagenaufbau und der abschließenden Reparationsphase mit Narbenbildung. In der Praxis laufen diese Phasen meist parallel statt streng nacheinander ab.

Welche Nährstoffe braucht der Körper, um eine Wunde erfolgreich zu schließen?

Für die Kollagenbildung und Zellregeneration benötigt der Körper unter anderem Vitamin C, bestimmte Aminosäuren wie Prolin und Lysin sowie verschiedene Co-Faktoren. Bei chronischen Wundheilungsstörungen ist eine ausreichende Versorgung mit diesen Substanzen oft nicht gegeben und lässt sich gezielt auffüllen.

Wann sollte man bei einer schlecht heilenden Wunde zusätzlich zur ärztlichen Versorgung einen naturheilkundlichen Ansatz in Betracht ziehen?

Wenn eine Wunde trotz regelmäßiger ärztlicher Versorgung über Wochen oder Monate nicht kleiner wird, kann ein ergänzender, ursachenorientierter Ansatz sinnvoll sein. Dabei geht es nicht um den Ersatz der ärztlichen Behandlung, sondern um eine gezielte Unterstützung der körpereigenen Heilungsprozesse.

Ihre Gesundheit beginnt mit Klarheit

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